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Mercedes vs. Ferrari
Lewis Hamilton ist bei Mercedes die klare Nummer eins und Favorit auf den WM-Titel
 
Am kommenden Wochenende steht in Melbourne der erste Formel1-Grand-Prix der neuen Saison auf dem Programm. Zweifelsfrei ein Rennwochenende für Frühaufsteher - der Pay-TV-Sender Sky überträgt das Spektakel komplett (Freitag, 24. März: Freies Training um 2.00 Uhr (MESZ), Freies Training um 4.00 Uhr / Samstag, 25. März: Freies Training 4.00 Uhr und das Qualifying um 7.00 Uhr), RTL wie gewohnt das Qualifying und das Rennen am Sonntag um 7 Uhr (MESZ).
 
Nach dem Karriereende des aktuellen Weltmeisters Nico Rosberg ist natürlich sein ehemaliger Teamkollege Lewis Hamilton unangefochtener Favorit auf den Titel der Saison 2017. Quotierungen von bis zu 2,30 enthalten definitiv Value und können durchaus mit mittleren Einsätzen angespielt werden. Die lange Kapitalbindungsdauer sollte aber zwingend in jeglichen Kalkulationen berücksichtigt werden. Sein neuer Teamkollege Valtteri Bottas ist mit Quoten von knapp 7,00 weit abgeschlagen - auch den Teams Red Bull Racing und Ferrari trauen die Buchmacher aktuell nicht wirklich viel zu: Max Verstappen (9,00). Daniel Ricciardo (10,00) und Sebastian Vettel wird sogar mit einer 19,00 angeboten. 
 
Rot überzeugte
Insbesondere die Quotierung auf Sebastian Vettel überrascht etwas, denn Ferrari war gemeinsam mit McLaren Mercedes der Gewinner der Wintertestfahren in Barcelona. Nach der total verkorksten Saison 2016 war der Druck auf die Scuderia Ferrari extrem groß, aber es scheint, als hätte die Technikabteilung aus Maranello einen Masterplan gefunden. Die ersten Zahlen des neuen SF70H stimmen optimistisch. Mehr als eine halbe Sekunde schneller als der Rest war Kimi Räikkönen bei seiner absoluten Bestzeit des Testwinters. Viele Experten gehen sogar davon aus, dass Ferrari noch weitere Reserven hat.
 
Vormachtstellung
Auch wenn die eklatante Dominanz der Vorjahre geschwunden ist, bleibt Mercedes zweifelsfrei das Maß aller Dinge. Insbesondere in Sachen Zuverlässigkeit sind die Silberpfeile extrem stark, einzig im Bereich der „Fahrbarkeit“ hst Mercedes nach Luft nach oben. Nach dem Rücktritt von Nico Rosberg ist Lewis Hamilton die uneingeschränkte Nummer eins und ist sicherlich ein größerer Favorit als je zuvor.
 
Ungewissheit
Red Bull ist ganz sicher die große Unbekannte für die kommende Saison. Hauptsächlich die Zuverlässigkeit der Boliden ließ bisher extrem zu wünschen übrig, allerdings konnten Horner Mannen in der zweiten Testwoche deutliche Fortschritte erzielen und es ist davon auszugehen, dass man bis zum Start in Melbourne weitere Fortschritte verbuchen kann.  Überzeugend war wie gewohnt die Aerodynamik, auch wenn große Zeiten aufgrund mangelnder Power bisher ausblieben. Auch hier muss sich bis zum kommenden Wochenende noch einiges nach vorne entwickeln.
 
Auftakt in Melbourne
Seit 1196 gastiert die Formel 1 im Albert Park, die Strecke ist allerdings deutlich älter und schon im Jahr 1953 fand hier ein Großer Preis von Australien statt (Formel Libre). Der Kurs führt über öffentliche Straßen und ist 5.303 Kilometer lang - die Piloten müssen 58 Runden absolvieren, was einer kompletten Renndistanz von 307.574 Kilometern entspricht. Da die Rennstrecke während des Jahres als Zufahrtweg für den Albert Park genutzt wird, ist der Belag extrem rutschig - ein großes Problem für alle Fahrer und Techniker, da hier kein Reifenabrieb vorhanden ist. Der dreckige Kurs macht eine Feinabstimmung sehr schwierig, da stets abgewäg werden muss, ob die Fahrzeugeinstellungen und die Auswahl der Reifen zum Untergrund passen. Weiterhin benötigen alle Fahrer eine große Überwindung, um ihren Boliden am absoluten Limit zu bewegen, denn die Mauern sind extrem nah am Fahrbannrand. Kleinste Fehler reichen aus, um das Rennen vorzeitig beenden zu müssen. Die enge Streckenführung macht zudem das Überholen extrem schwierig und ein gutes Abschneiden im Qualifying ist von elementarer Bedeutung. Die Safty-Car-Wahrscheinlichkeit liegt bei knapp 40% und die Fahrer kommen auf einen Topspeed von fast 330 Kilometern pro Stunde. Insbesondere Lewis Hamilton konnte hier im Qualifying überzeugen, sicherte bereits fünfmal den Platz an der Sonne. 2016 triumphierte Nico Rosberg Down Under, gefolgt von Hamilton und Vettel. Der Brite stand bisher in Melbourne zweimal ganz oben auf dem Podium, Sebastian Vettel einmal. Sein Teamkollege Kimi Raikkonen kommt ebenfalls auf zwei Erfolge, darf mit Blick auf das Rennwochenende ebenfalls nicht gänzlich außer Acht gelassen werden. Der Finne führt auch das Ranking „schnellste Rennrunde“ mit bereits fünf Erfolgen deutlich an - zweifelsfrei eine interessante Option am Sonntag. Als Favorit auf den Sieg geht aber ganz sicher Hamilton an den Start und Quoten von über 2,00 enthalten einiges an Value. 
 
 
Andreas Stauder

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