Beruf: Sportwettenberatung

 
 
 
Wer die tippmit regelmäßig liest und/oder uns auf Facebook folgt, für den ist Dirk Raczkowski und seine Marke sports betting no. 7 schon ein Begriff. Bereits in 2016 und 2017 führten wir Interviews mit ihm. Anlässlich seiner Aufnahme als Experte in unsere Rubrik „5MAL5“ haben wir mit dem inzwischen 30-jährigen Hessen, der sich im Jahr 2017 mit seiner Dienstleistung als Sportwettenberater selbstständig gemacht hat, erneut gesprochen. 
 
tippmit: Seit unserem letzten Interview ist über ein Jahr vergangen. Das Jahr 2017 hast du trotz schwieriger Phasen im Plus abgeschlossen, wie läuft es nun in 2018 im Rahmen deiner premium group?
Dirk Raczkowski: 2017 war kein schönes, dafür aber ein lehrreiches Jahr. Das Wichtigste war, dass wir es trotz allem mit einem kleinen Plus abschließen und diesen Schwung ins Jahr 2018 mitnehmen konnten. 2018 läuft insgesamt gesehen bisher hervorragend. Stand jetzt stehen wir 170 Einheiten im Plus, was im Rahmen des vorgegebenen Money Managements gleichzeitig einem Reingewinn von 170% entspricht. Wer also zum Jahresbeginn mit 1.000 Euro angefangen hatte, steht jetzt bei 2.700 Euro, wer mit 5.000 Euro angefangen hatte, steht jetzt bei 13.500 Euro usw.
 
tippmit: Ein Highlight war die Fußball-WM aus deutscher Sicht in diesem Jahr sicher nicht. Wie habt ihr im Rahmen der premium group in der WM abgeschnitten?
Dirk Raczkowski: Wie vermutlich die meisten Leute, hatten auch wir einen holprigen Start in die WM. Die ersten zwei Spieltage der Gruppenphase hatten es in sich, das war erst mal sehr ernüchternd. Hinten raus konnten wir uns aber das verlorene Geld wieder holen sowie einige schöne Gewinne erzielen.
 
tippmit: In Zahlen ausgedrückt?
Dirk Raczkowski: Unterm Strich steht ein Reingewinn von 9,96 Einheiten, bei einem Yield von 15,24%, einem durchschnittlichen Einsatz von 2,84 Einheiten pro Tipp sowie einer Trefferquote von 52,17% (12/23). Die hohen Durchschnittsquoten sorgten trotz der auf den ersten Blick unspektakulären Trefferquote letzten Endes für ein erfreuliches Ergebnis. 
 
tippmit: An welches Spiel erinnerst du dich besonders gern zurück? Welche Mannschaften haben euch schöne Gewinne, welche Mannschaften wiederum hohe Verluste beschert?
Dirk Raczkowski: Für den höchsten Verlust des Turniers waren die Brasilianer und die Deutschen verantwortlich. Das meiste Geld haben wir mit den Engländern, den Uruguayern und vor allem den Franzosen verdient. Das WM-Finale war das absolute Highlight, denn da trafen alle drei Wett-Empfehlungen ein. Wir tippten auf Sieg Frankreich, Frankreich erzielt ein Tor in der ersten Halbzeit und beide Teams treffen. Das Spiel endete bekanntermaßen 4-2 und Frankreichs erster Treffer fiel bereits in der 18. Minute.
 
tippmit: Auf welche Ereignisse freust du dich im verbleibenden Jahr besonders?
Dirk Raczkowski: Da der US-Sport eine riesige Rolle in meiner premium group spielt, freue ich mich vor allem darüber, dass jetzt die regular seasons der NFL und NHL wieder begonnen haben und dass die NBA im Oktober ebenfalls wieder los geht. Sehr spannend finde ich auch die MLB Playoffs. Da werde ich mir auch in diesem Jahr wieder alle Spiele anschauen.
 
tippmit: Wir haben im Vorfeld des Interviews mal deine Mitglieder und Mitarbeiter unserer Redaktion gefragt, was wir dich fragen könnten. Dein Beruf ist sehr spannend und wir haben viele Fragen gesammelt. Bist du dafür offen und bereit?
Dirk Raczkowski: Gerne, schießt los.
 
tippmit: Wie kamst du damals auf den Namen „sports betting no. 7“?
Dirk Raczkowski:: Irgendwie musste ich meine neue Facebook-Gruppe benennen und da ich die englische Sprache sehr mag und mich von den üblichen Bezeichnungen unterscheiden wollte, nahm ich ganz einfach den englischen Ausdruck für Sportwetten. Die „7“ habe ich gewählt, da sie seit jeher meine Lieblingszahl ist.
 
tippmit: Wie sieht dein Alltag aus?
Dirk Raczkowski: Der erste Griff nach dem Aufwachen geht zugegebenermaßen direkt ans Handy, da werden die ersten Anfragen meiner Mitglieder beantwortet. Später checke ich meine üblichen Info-Quellen, sondiere das Wett-Programm, treffe eine Vorauswahl, beschäftige mich mit diesen Partien besonders intensiv und treffe dann meine Auswahl, welche Tipps ich in der premium group mit welcher Einsatzvorgabe teilen möchte. In den allermeisten Fällen versehe ich die Tipps mit einer Analyse, damit meine Mitglieder den Tipp auch nachvollziehen können. Die betroffenen Spiele verfolge ich je nach Möglichkeit dann live oder zumindest im Live-Ticker und häufig teile ich meine Eindrücke auch unmittelbar mit meinen Mitgliedern, damit auch sie ein Bild über den jeweiligen Spielverlauf erhalten. Es sind aber auch immer ambitionierte Mitglieder mit dabei, die das Spiel ebenfalls verfolgen und so tauschen wir uns währenddessen aus, fiebern gemeinsam mit unserem Team (oder Tennisspieler) mit, freuen oder ärgern uns gemeinsam. Nachts widme ich mich dann dem US-Sport. Ich schaue sehr viele Spiele live und sammle so wichtige Eindrücke, die mir für meine tägliche Tippauswahl und meine Analysen helfen. Zwischendurch poste ich immer wieder öffentlich zugängliche Inhalte über meine Facebook-Seite.
 
tippmit: Das klingt sehr stressig. Machst du jemals Urlaub?
Dirk Raczkowski: Jein. Ich könnte schon mal einfach abschalten und mich von allem frei machen, das würde mir kein Mitglied übel nehmen. Jedoch macht mir die Arbeit einfach zu viel Spaß, um im Urlaub nur am Strand oder am Pool zu liegen und nichts zu tun. Daher arbeite ich auch, wenn ich im Ausland unterwegs bin. Im Idealfall zahlt sich der Urlaub dadurch gleich von selbst (lacht).
 
tippmit: Wie triffst du eine Vorauswahl / Auswahl für deine Tipps? 
Dirk Raczkowski: Das pick finding ist ein Mix aus langjähriger Erfahrung, den Eindrücken, die ich durch das Live-Schauen von Events sammle und dem Sammeln von Informationen. Nach so vielen Jahren hat man ein gutes Gespür dafür, wie hoch eine Quote in etwa sein sollte, erkennt vermeintliche Quotenfehler auf den ersten Blick und weiß, welche Spiele man sich bei welchen Quoten genauer anschauen sollte und was bei welcher Quote ohnehin uninteressant ist. Das Treffen der Vorauswahl geschieht somit größtenteils intuitiv und geht schnell vonstatten. 
 
tippmit: Hast du eine Art schwarze Liste und falls ja, wer steht darauf und wieso?
Dirk Raczkowski: Es gibt definitiv Ligen, Teams oder Tennisspieler, die ich generell meide. Gerade im Bereich Tennis gibt es einige Spieler, mit denen man primär negative Ereignisse verbindet. So stehen z. B. Robin Haase, David Goffin oder Carla Suárez Navarro beim Tennis auf meiner blacklist. Ganz einfach deshalb, weil ich diese Spieler weniger erfolgreich trade als andere. Ich lege den Fokus lieber auf Ligen, Teams oder Spieler, die ich besonders gut kenne und zuverlässiger einschätzen kann.
 
tippmit: Gibt es Pläne, noch weitere Sportarten ins Programm aufzunehmen?
Dirk Raczkowski: Definitiv nicht. Mit Fußball, Eishockey, Basketball, Baseball, American Football und Tennis sind wir breit genug aufgestellt und bieten für jeden Wettbegeisterten etwas an.
 
tippmit: Hast du jemals den Schritt in die Selbstständigkeit bereut?
Dirk Raczkowski: Absolut nicht, es war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.
 
tippmit: Wie hat dich die Zeit seit Beginn deiner Selbstständigkeit geprägt? Wie hat sich deine Arbeit seitdem verändert?
Dirk Raczkowski: Meine Arbeit hat sich sehr zum Positiven verändert. Ich bin jetzt in der glücklichen Lage, mir die Zeit zu nehmen, die ich brauche, um so analysieren zu können, wie ich es möchte. Ich weiß, dass das, was ich erreicht habe, das Produkt sehr harter Arbeit ist, aber dennoch bin ich jedem dankbar, der es mir ermöglicht, meinen Traumberuf auszuüben, der mich auf meinem Weg unterstützt, mir vertraut und meine Arbeit zu schätzen weiß. Auch tippmit bin ich sehr dankbar, dass wir so gut zusammenarbeiten können und ihr mir die Chance gebt, mich hier zu präsentieren. 
 
tippmit:  Wie findet es deine Familie, dass du dein Geld mit einer Dienstleistung im Bereich Sportwetten verdienst?
Dirk Raczkowski: Sie freuen sich für mich, dass ich meinen Lebensunterhalt mit etwas bestreiten kann, das mir dermaßen viel Spaß macht und sie finden es bemerkenswert, dass ich mir sozusagen meinen eigenen Beruf kreiert habe.
 
tippmit:  Wie verhältst und motivierst du dich in Phasen, in denen es nicht so gut läuft? Wie behältst du einen klaren Kopf?
Dirk Raczkowski: Ich finde es zunächst wichtig, im Erfolg bescheiden zu bleiben. Ansonsten macht man sich umso angreifbarer in Phasen, in denen es mal nicht gut läuft – und diese Phasen wird es geben. Immer und immer wieder. Wenn man aber im Erfolg bescheiden bleibt und die Mitglieder darauf hinweist, dass die aktuelle Phase zwar sehr erfreulich, aber sicher kein Dauerzustand ist, dann ist das bereits viel wert. Man sensibilisiert alle dafür, dass auch wieder schlechtere Zeiten kommen werden und dann werden solche Phasen erfahrungsgemäß von allen auch entsprechend vernünftig verarbeitet. Indem man solchen Phasen gewissermaßen vorbeugt bzw. sie geradezu erwartet, trifft es einen auch nicht so hart, wenn es dann tatsächlich so weit ist. Besonders wenn es nicht gut läuft, muss man sich fragen, woran es liegt. Man ist gezwungen, sich mit seinen verlorenen Wetten auseinander zu setzen. Welche Punkte der Analyse sind eventuell nicht wie geplant eingetroffen? War ich nicht ausreichend informiert? War zwar die Analyse gut und zutreffend, aber die Schlussfolgerung daraus nicht ideal? Wäre ein anderer Tipp vielleicht besser gewesen? Das und noch viel mehr sind alles Fragen, die man sich stellen muss und für die man eine Antwort finden muss, damit man für die Zukunft daraus lernen kann. Es gibt Wetten, die man trotz des unerfreulichen Ergebnisses auch im Nachhinein immer wieder so spielen würde. Manchmal kommt man aber auch zu der Erkenntnis, dass man einen Fehler gemacht hat, etwas hätte besser machen können. Diese Fehleranalysen teile ich sogar hin und wieder mit meiner Community, damit auch sie sehen, dass ich mich mit den verlorenen Wetten beschäftige und das nicht einfach als Pech abtue. Außerdem rege ich sie damit vielleicht an, dasselbe auch für ihre eigenen Wetten zu prüfen. Sportwetten sind ein nie endender Lernprozess. Mit jeder Wette, mit jedem Tag, Monat oder Jahr lernt man dazu und wird im Idealfall immer besser.  
 
tippmit:  Wie gehst du mit Druck um? Es muss schwer sein, zu wissen, dass über hundert Leute einen Tipp nachspielen und dieser dann nicht kommt.
Dirk Raczkowski: Darüber denke ich schon lange nicht mehr nach. Am Anfang war das sicher noch so, aber man wird im Laufe der Zeit immer erfahrener und gefestigter in dem, was man tut. Ich weiß, dass ich meiner Arbeit gewissenhaft nachgehe, dass ich Ahnung habe, dass ich einen Plan, ein System habe und dass meine Community mir vertraut – auch in schlechten Zeiten. Diese Gewissheit gibt mir die nötige Kraft und Ruhe, auch Schwächeperioden unbeschadet zu überstehen. Auch das ist ein nie endender Lernprozess. Sowohl in der Qualität meines Spiels und meiner Dienstleistung als auch in meinem mindset habe ich mich in den letzten Jahren immens fortentwickelt, sodass ich optimistisch in die Zukunft blicke, da ich weiß, dass ich mich von Jahr zu Jahr weiterentwickeln und verbessern werde.
 
tippmit: Apropos Zukunft. Was sind deine Zukunftspläne? Was möchtest du ändern, was möchtest du erreichen?
Dirk Raczkowski: Aufgrund meiner Affinität zum US-Sport und meiner sprachlichen Kenntnisse, ist eine Überlegung, irgendwann den englischsprachigen Markt anzugreifen. Dieses Unterfangen wird jedoch viel, viel Zeit in Anspruch nehmen. Zeit, die ich aktuell eigentlich nicht habe. Das ist aber ein Projekt, welches ich nicht aus den Augen verlieren werde. 
Für meine Community wünsche ich mir vor allem, dass sie sich in ihrem Spiel, in ihrem Wettverhalten, hinterfragen, die richtigen Schlüsse ziehen und selbst den Anspruch entwickeln, besser zu werden. In meiner premium group geht es nicht nur darum, blind Tipps nachzuspielen. Anhand meiner Vorgehensweisen möchte ich den Spielern einen Spiegel vorhalten und ihnen aufzeigen, was sie selbst falsch machen, was sie verändern sollten, was sie besser machen könnten.
 
tippmit: Was konkret meinst du damit?
Dirk Raczkowski: Ich sehe mich in der Hinsicht wie eine Art Fußballtrainer, der jeden seiner Spieler besser machen möchte. Wer sich mir anschließt, bekommt nicht nur Wett-Empfehlungen und Analysen, er bekommt so vieles mehr. Die Leute sollen sehen, wie man strategisch mit Sportwetten erfolgreich sein kann, sie sollen wichtige Schlüsse für ihr eigenes Spiel ziehen, damit sie langfristig profitabler wetten und bessere Entscheidungen treffen. Das Problem ist, dass viele Leute jene Gewinne, die sie mit der Gruppe einfahren, mit eigenen Wetten wieder verspielen. Und das wiederum führt ggf. dazu, dass sie aus der Gruppe aussteigen, da sie kein Geld mehr zum Wetten haben. Davon hat letzten Endes keiner etwas. Würde man aber entweder ganz auf seine eigenen Wetten verzichten oder gezielt meine Hilfestellungen fürs eigene Wettverhalten annehmen, würden 99% der Mitglieder mit Sicherheit zumindest mal weniger Verlust einfahren als sie es bisher auf eigene Faust tun. Selbst ein sehr schlechter Monat in meiner Community ist für die meisten Spieler in aller Regel noch wesentlich besser als ein für sie normaler Wettmonat. Die meisten Hobbyspieler machen den Fehler, dass sie immer wieder kleine Beträge einzahlen. 10 Euro hier, 20 Euro da und 50 Euro dort. Tut ja nicht weh, oder? Doch! Lieber einmal etwas mehr Kapital in die Hand nehmen und dieses dann mit Sinn und Verstand verwalten und die Wetten beim richtigen Anbieter platzieren, damit man das für sich Bestmögliche heraus holt. Das erkennen viele jedoch leider nicht.
 
tippmit: Bietest du Interessenten auch ein privates Coaching an?
Dirk Raczkowski: Jein. Ich biete kein kostenpflichtiges Coaching mit Ratgeber, Handout oder sonst etwas an, jedoch stehe ich meinen Mitgliedern jederzeit für Rückfragen zur Verfügung. Weiterhin coache ich die Mitglieder der premium group ja bereits passiv, indem ich ihnen meine Idee von Sportwetten vermittle. Gerne können mich Interessenten aber auch einfach so um Rat fragen, ohne meine kostenpflichtige Dienstleistung in Anspruch zu nehmen. In der Regel antworte ich jedem, der mich nett fragt und einen vernünftigen Eindruck vermittelt.
 
tippmit: Betreust du auch einzelne Kunden auf Provisionsbasis?
Dirk Raczkowski: Inwiefern?
 
tippmit: Als Rundum-Sorglos-Paket, inkl. Verwaltung des Wettkontos und Abgabe der Wetten.
Dirk Raczkowski: Bisher nicht, auf Anfrage bin ich da aber für alles offen. Theoretisch wäre es schon möglich, einzelne Kunden zu betreuen und ganz gezielt auf bestimmte Ergebnisse hin zu arbeiten. Der individuelle Zeitaufwand würde sich allerdings erst dann rentieren, wenn derjenige ein mindestens 5-stelliges Kapital einbringen würde. Aber auch hier gilt: Sportwetten sind nach wie vor Glücksspiel. Auch wenn man sich durch langjährige Erfahrung und gute Informationsbeschaffung Vorteile verschaffen kann, gibt es keine Gewinngarantien. Dessen muss man sich zu jeder Zeit bewusst sein.
 
tippmit: Vielen Dank für die interessanten Einblicke in deinen ungewöhnlichen Beruf.
Dirk Raczkowski: Ich habe zu danken.
 
Wer mehr über sports betting no. 7, die angebotenen Dienstleitungen, die richtige Auswahl von Wettanbietern uvm. erfahren möchte, der findet auf www.SBN7.de viele weitere Infos.

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