Langzeitwette

Eintracht landet im sicheren Mittelfeld
Eintracht Frankfurt zeigt sich im Jahr 2016 bisher stark verbessert
Die ersten beiden Spieltage der Rückrunde sind absolviert, aber der Trend aus dem alten Jahr setzt sich bei vielen Kellerkindern weiter fort. Insbesondere  beim Tabellenletzten Hannover. Die 96er verpflichteten Thomas Schaaf, aber auch unter dem neuen Übungsleiter konnten die Niedersachsen noch keinen Punkt einfahren.
 
Insbesondere die Pleite daheim gegen Darmstadt tat sehr weh und zeigte die Defizite klar auf. Vor heimischer Kulisse stehen erst magere sechs Punkte auf der Habenseite, außer Haus konnte man acht Zähler verbuchen. Aber auch offensiv ist Sand im Getriebe: Nur neunzehn Treffer in neunzehn Saisonspielen. Keeper Zieler kassierte allerdings 34 Gegentore, nur Bremen (36) und Stuttgart (39) mussten den Ball noch öfters aus dem Netz holen. Personell wurde etwas aufgerüstet, aber es ist fraglich, ob Akteure wie Hugo Almeida wirklich noch die Qualitäten eines Bundesligaspielers haben. Weiterhin fallen Leistungsträger wie Hiroshi Kyotake (Mittelfeld) oder Oliver Sorg (Abwehr) noch weiter aus. Unter den aktuellen Voraussetzungen ist das Team von Thomas Schaaf wohl der erste Anwärter auf einen direkten Abstiegsrang. 
 
The trend is your friend
Es geht allerdings auch anders: Bestes Beispiel ist der VfB Stuttgart. Seit Jürgen Kramny im Ländle das Zepter übernommen hat, ist der VfB noch ungeschlagen und feierte drei Siege in Serie. Das Team präsentiert sich mannschaftlich geschlossen und die Neuverpflichtungen Kevin Großkreutz und Artem Kravets halfen der Mannschaft sofort weiter. Allerdings gibt es in der Defensive noch ordentlich Verbesserungspotential: Durchschnittlich kassierten die Schwaben über zwei Gegentreffer pro Match. Sollte Kramny dieses Problem in den Griff bekommen und in der Fremde noch den ein oder anderen Punkt mehr ergattern, hat der VfB mit dem Abstieg zweifelsfrei nichts zu tun.
 
Eintracht klettert weiter
Der 2:1-Erfolg am letzten Spieltag gegen Werder Bremen war Gold wert, denn zuvor mussten sich die Hessen viermal in Folge geschlagen geben und konnten sechsmal nicht gewinnen. An den beiden jüngsten Spieltagen konnte die SGE an den Erfolg anknüpfen  und vier Punkte erspielen. Mit Armin Veh und Heribert Bruchhagen stehen in Frankfurt zwei erfahrene Männer auf der Kommandobrücke und werden die launische Diva problemlos durch mögliche Turbulenzen navigieren. Ähnlich wie bei Stuttgart stellt die löchrige Defensive das größte Problem dar: Durchschnittlich 1,60-Gegentore pro Auftritt.
 
Aufsteiger beißen sich durch
Die beiden Neulinge präsentierten sich an den ersten siebzehn Spieltagen überraschend gut: Darmstadt schloss das Jahr 2015 auf Rang dreizehn (drei Punkte Puffer auf Platz sechzehn), Ingolstadt auf Rang elf (fünf Zähler Vorsprung) ab. Zweifelsfrei fehlt beiden Teams noch etwas die spielerische Qualität, dafür punkten die Aufsteiger mit mannschaftlicher Geschlossenheit und absolutem Teamgeist. Die Lilien haben vor heimischer Kulisse noch ordentlich Luft nach oben, konnten bereits sechsmal in Serie keinen Sieg feiern. Dieses Defizit lösen die Hessen allerdings durch überraschend starke Auswärtsspiele: Beispielsweise 1-1 auf Schalke, 1-0 in Leverkusen oder 2-2 bei Borussia Dortmund.  Sicherlich zählen die 98er zum engeren Kreis der gefährdeten Teams, aber letztendlich ist der Verein innerlich extrem gefestigt.
 
1899 muss dran glauben
Neben Hannover 96 sehen sämtliche Buchmacher die TSG 1899 Hoffenheim in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga. Die Kraichgauer stehen vor vielseitigen Problemen: In bisher neunzehn Ligaspielen erzielte man nur achtzehn Treffer und das Team von Huub Stevens konnte in der Fremde erst sechs Punkte in sieben Partien erspielen. Weiterhin scheint der Kader nicht ausgewogen zu sein und die Neuzänge Kevin Kurany respektive Eduardo Vargas warten  noch auf ihren Durchbruch. Auch die Tatsache, dass Stevens den Verein am Ende der Spielzeit verlassen wird, ist sicherlich kein Pluspunkt.

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