Langzeitwette

Hat Ingolstadt den AEV erneut im Griff?
Sehen sich in den Vor-Playoffs wieder: Drew Leblanc (Augsburger Panther/r.) und Mike Collins (ERC Ingolstadt)

 

Die Würfel sind gefallen. Stand das Gesamt-Teilnehmerfeld für Playoffs und Vor-Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga bereits vor den beiden abschließenden Punkterunden fest (der Elfte Köln war vorzeitig draußen), haben sich nun auch die einzelnen Duell-Positionen ergeben. 

In den offiziell als „1. Playoff-Runde“ bezeichneten Vor-Playoffs treten ab Mittwoch der ERC Ingolstadt und die Augsburger Panther, sowie die Nürnberg Ice Tigers gegen die Grizzlys Wolfsburg an. Hier werden maximal drei Spiele ausgetragen (Modus „Best of three“), wer zweimal gewinnt, ist Viertelfinalist. Spiel 2 steigt am Freitag in Augsburg und Wolfsburg, jeweils um 19.30 Uhr. Zweimal Heimrecht hat das in der Vorrunde besser platzierte Team, in diesem Fall also der Siebte Ingolstadt und der Achte Nürnberg, die mit jeweils 81 Punkten die Kontrahenten deutlich distanzierten. Wolfsburg hatte 74 Zähler, der AEV 72 (damit um sieben besser als die Kölner Haie).

Egal wer in dieser Runde gewinnt: Im Viertelfinale dürfte für beide Teams Schluss sein, denn es warten die beiden Alphatiere München und Mannheim. Diese beiden Franchises bleiben die Top-Favoriten auf den Titel. Primus München spielt gegen den in der Vorrunde punktschwächsten Vorplayoff-Sieger, Mannheim gegen das stärkere Team. Die übrigen beiden Viertelfinalbegegnungen stehen bereits fest, der Dritte Straubing (zum Schluss doch vier Punkte hinter Mannheim) trifft auf den Sechsten Bremerhaven, der Vierte Eisbären Berlin hat es mit dem Fünften Düsseldorfer EG zu tun. Hier werden bis zu sieben Spiele ausgetragen, das in der Punkterunde besser platzierte Team hätte in einem eventuellen entscheidenden Spiel 7 Heimrecht. In „normalen“ Zeiten passiert es nicht selten, dass die Top-Favoriten zwischenzeitlich ein Spiel verlieren, um sich dann vor zum dritten Mal ausverkaufter heimischer Kulisse doch souverän durchzusetzen. Kommt es unter Umständen zu virusbedingten Austragungen ohne Fans, sähe diese  Kalkulation ganz anders aus. Die eventuellen dritten Spiele der Vor-Playoffs würden am Sonntag ausgetragen, die ersten regulären Viertelfinals stehen ab Dienstag, 17. März auf der Agenda. Sowohl auf den kommenden Meister als auch auf alle Einzelspiele können Sie im PLUS-Programm von ODDSET wetten.         

Ingolstadt mit vier Siegen

Ingolstadt hat alle vier Punktspiele der Saison gegen die Augsburger gewonnen, geht nun auch mit Vorteilen in das Duell gegen die bayerischen Schwaben. Im Oktober und November hatte der ERC nach regulären 60 Minuten das bessere Ende für sich (auswärts 3:2 und daheim 2:1), im Dezember und Februar musste man in die Overtime (auswärts 4:3 und daheim 3:2 nach Penaltyschießen). Diese Ergebnisse bieten auch eine Orientierung für die erneuten direkten Duelle, weniger als 5,5 Tore sind erneut drin. Augsburg spielte zudem in drei der letzten vier Vorrundenspiele so, der ERC daheim in sechs der letzten acht Auftritte. Der Durchmarsch des ERC in zwei Spielen ist dennoch nicht leicht, hat der AEV doch zuletzt auf eigenem Eis dreimal in Folge gewonnen und dabei auch das Top-Team Mannheim mit 4:2 geschlagen.     

Nürnberg daheim solide

Schon eher ein Kandidat für einen Zwei-Spiele-Verlauf ist die Parallelserie. Nürnberg hatte ausgangs der Punkterunde einen richtigen Lauf, verlor nur eines von acht Spielen (6-1-0-1-Bilanz), während sich die Grizzlys mit einer Fünfer-Niederlagenserie regelrecht in die 1. Playoff-Rune schleppten (0-0-1-4 nach 4-0-0-0). Hier ist auch die Vorgeschichte kurios, denn beide Mannschaften gewannen ihre beiden Auswärtsduelle. In denen jeweils mehr als 5,5 Tore fielen: Nürnberg siegte beide Male mit 4:2, Wolfsburg mit 4:2 und 5:3. Jetzt gehen die Niedersachsen allerdings mit drei glatten Auswärtsniederlagen in Folge auf das Eis, Nürnberg verbucht daheim fünf Siege in Folge, vier davon nach regulärer Spielzeit. Die Ice Tigers holten zu Hause solide 47 Punkte (13-3-2-8), waren damit Siebtbester in dieser Kategorie, Wolfsburg hatte auswärts mit 9-4-1-12 und 36 Punkten noch die achtbeste Bilanz. Ingolstadt verlor daheim nur einmal nach Overtime (11-5-1-9, Neuntbester), der AEV hatte in der Fremde mit 5-2-4-15 und 23 Punkten lediglich die drittschwächste Bilanz der Klasse. 

 

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