Langzeitwette

Primus München gerät unter Druck
Münchens Top-Scorer Mark Voakes (l.) im Duell mit dem Nürnberger Chad Bassen

 

Jetzt hat es Vize-Meister München erwischt. Das Team von Trainerlegende Don Jackson, vor dem zweiten Platz 2019 dreimal in Folge Deutscher Meister, gewann zuletzt nur noch ausnahmsweise. Die 0:2-Niederlage ausgerechnet beim Tabellenletzten Schwenninger Wild Wings am Sonntag setzte den vorläufigen Tiefpunkt für den EHC Red Bull, der drei seiner letzten vier Spiele verloren hat (1-0-1-2 / Siege nach regulärer Spielzeit, Siege nach Overtime, Niederlagen nach Overtime, Niederlagen nach 60 Minuten). 

Der Vorsprung auf Meister Adler Mannheim schmilzt, beträgt - bei gleicher Anzahl Spiele - gerade noch sechs Punkte. Im Eishockey ist das keine Welt. Mannheim, das trotz eingespielter Truppe und geringer Personalfluktuation einen schweren Start in die Saison hatte, hat jetzt den unerwartet stark performenden Underdog Straubing von Platz zwei verdrängt. Bei zwei Punkten Vorsprung ist aber auch das nur eine Momentaufnahme. Inklusive der beiden Spieltage in dieser Woche sind bis zum Abschluss der Vorrunde noch fünfzehn Runden zu absolvieren, bevor es ab dem 11. März in die 1. Playoff-Runde geht. Hier spielen die Teams auf den Plätzen 7 bis 10  in maximal drei Auftritten zwei Viertelfinalplätze aus, die besten sechs Franchises sind direkt für die erste eigentliche K.o.-Runde qualifiziert. Top-Kandidaten für das Finale bleiben die beiden Vorjahres-Teilnehmer, nämlich München (ODDSET-Quote 2,40) und Mannheim (2,90). Auf alle Einzelspiele können Sie im PLUS-Programm von ODDSET wetten. 

Bremerhaven zäh

Münchens nächste Prüfung heißt Bremerhaven. Auch das ist ein überaus unbequemer Underdog, die Bayern treten bei den Pinguins bereits am Donnerstag an. Am Sonntag hat das Jackson-Team die Iserlohn Roosters zu Gast. Bremerhaven hat es seit dem Aufstieg dreimal in Folge geschafft, mindestens die Vor-Playoffs zu erreichen. Angesichts knapper Ressourcen und immer wieder weggekaufter Leistungsträger ist das ein kleines Wunder. Verantwortlich sind Trainer Thomas Popiesch und Teammanager Alfred Prey, der von Medien - zutreffend - als „Spürnase des deutschen Eishockeys“ bezeichnet wird und immer wieder neue Akteure aus dem Hut zaubert, zuletzt im Dezember als guten Ersatz für den verletzten Stammkeeper Tomas Pöpperle den lettischen Nationaltorwart Kristers Gudlevskis, der vorher in der russisch geprägten KHL spielte (bei Dinamo Riga), aber auch schon Erfahrung in NHL-Farmteams sammelte. In Mannheim fing sich Gudlevskis am Freitag sieben Gegentore (2:7), im ersten Spiel seit dem 8. Dezember, das die Norddeutschen wieder nach regulärer Spielzeit verloren (5-3-2-0-Serie). Prompt rehabilitierte sich Bremerhaven am Sonntag mit einem 4:2 gegen den aktuellen Zehnten Augsburg und bleibt als Fünfter mit sieben Punkten Vorsprung vor dem Siebten Düsseldorf ein Kandidat für  den direkten Playoff-Einzug. 

München hat auswärts zuletzt zweimal nach regulärer Spielzeit verloren, die beiden bisherigen Duelle gegen Bremerhaven gewann man knapp und sehr torarm (auswärts 2:1 und zuhause 1:0). Eine Overtime ist aber diesmal keineswegs ausgeschlossen. Bremerhaven hat zuhause zuletzt sogar dreimal in Folge nach regulärer Spielzeit gewonnen, verbucht zudem dort eine 4-2-0-0-Serie. Bei den formschwachen Wolfsburgern (9.) haben die Pinguine am Sonntag gute Chancen, München erwartet gegen den zuletzt dreimal siegreichen Vorletzten Iserlohn kein Spaziergang. Mannheim wird sich am Freitag nach regulärer Spielzeit beim Drittletzten Krefeld durchsetzen, am Sonntag ist Augsburg (zuletzt 1-0-1-3) ebenfalls ein nach 60 Minuten zu schlagender Kontrahent.                   

 

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