Langzeitwette

Wann stolpern die Roten Bullen?
Münchens Derek Roy (l.) gegen Mannheims Jan-Mikael Järvinen

 

Sie haben es schon wieder getan. Die Roten Bullen aus München siegen und siegen, jetzt elfmal in Folge, und haben damit die Ice Tigers Nürnberg als Rekordhalter abgelöst. Der Tabellenführer steht bereits zwölf Punkte vor dem Überraschungs-Zweiten Straubing und dem Dritten Bremerhaven (der als notorisch erfolgreicher Underdog schon keine ganz so große Sensation mehr ist).

Gestartet waren die Münchner Vizemeister in der ODDSET-Meisterwette mit einer glatten Dreier-Quote, Kopf an Kopf mit Meister Adler Mannheim. Die Kurpfälzer sind mit einer 5-1-2-2-Bilanz vorerst aber nur Fünfter und unterlagen am Sonntag mit 1:3 in Straubing. Mannheim bleibt trotz der durchwachsenen Momentaufnahme nach elf Spieltagen der Top-Rivale der Münchner (ODDSET-Quote jetzt bei 3,30). Dass sich im Saisonverlauf mit 52 Punktespielen Teams wie Straubing oder Bremerhaven phasenweise in den Vordergrund spielen, ist eine normale Erscheinung, auf Sicht werden sich aber die beiden finanziell und personell mit Abstand am besten ausgestatteten Franchises aus Mannheim und München durchsetzen. Wir bleiben bei unserer Prognose auf genau dieses Finalduell, das die Adler zuletzt deutlich nach Spielen mit 4:1 gewonnen haben, nachdem die Münchner unter Trainerlegende Don Jackson vorher drei Titel in Serie eingesackt hatten. Mannheims Coach Pavel Gross agiert hier auf Augenhöhe, für seine Adler ist (selbstverständlich) in dieser Spielzeit noch alles drin. Von den übrigen im Quoten-Ranking einigermaßen gut platzierten Teams wird recht sicher keines an die beiden Protagonisten herankommen, Konkurrent Köln, finanziell zumindest in Sichtweite von Mannheim und München, gibt sich mit einem 2-1-3-5-Start gar phasenweise der Lächerlichkeit preis.           

Unter 5,5 in Straubing

München und Mannheim sind am Dienstag in der Hockey Champions League auf dem Eis, die allerdings trotz aller langjährigen Marketing-Bemühungen weit vom Renommee des entsprechenden Fußball-Wettbewerbs entfernt ist. München muss nach Schweden zum Top-Konkurrenten Färjestad, Mannheim hat Djurgården aus Stockholm zu Gast, bevor die DEL-Spieltage am Donnerstag/Freitag und Sonntag anstehen. Die Straubing Tigers sind am Donnerstag das nächste Team, das versuchen wird, den Münchnern ein Bein zu stellen. Straubing geht, gestärkt vom Sieg gegen die Adler, mit einer Serie von drei Heimsiegen in Folge in das Duell, hatte vorher zuhause 5:4 nach Penaltyschießen gegen Bremerhaven gewonnen und nur gegen Düsseldorf 2:3 verloren. Die Tigers von Coach Tom Pokel werden den Münchnern ein zähes  Duell liefern, in dem nicht zwingend mehr als 5,5 Tore fallen müssen. Unmöglich ist es nicht, dass der EHC erstmals in der Spielzeit in die Overtime muss, Fakt ist allerdings, dass München das in und gegen Straubing in den vergangenen beiden Jahren nicht musste, heim/auswärts stehen acht Münchner 60-Minuten-Siege  zu Buche. Im Dezember 2016 musste das Team aus der Landeshauptstadt letztmals das Straubinger Eis als Verlierer verlassen. Das folgende Münchner Match gegen Kellerkind Krefeld ist eine Routineaufgabe. Straubing wird es danach in Ingolstadt nicht leicht haben, hier ist die Overtime drin. Mannheim ist am Freitag gegen Augsburg (Start mit 3-2-1-5) in der Pflicht, Schlusslicht Schwenningen (2-0-2-6) ist am Sonntag auswärts sicher zu schlagen.

 

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