Langzeitwette

Verspielt Leipzig auswärts den Titel?
Leipzig (rechts Poulsen) musste in Nürnberg (Petrak) Federn lassen
 
In der 2. Bundesliga hat sich die Spreu vom Weizen getrennt. Die drei Top-Teams RB Leipzig, SC Freiburg und 1. FC Nürnberg machen die Plätze unter sich aus, der FC St. Pauli, vor Wochen noch im erweiterten Kreis der Aspiranten, steht trotz des jüngsten 2:0 in Sandhausen acht Punkte hinter dem Dritten Nürnberg und ist de facto raus.
 
An der Spitze hingegen können nun die Karten neu gemischt werden, denn der Liga-Krösus aus Sachsen gab sich in Nürnberg eine Blöße, unterlag mit 1:3 und hat damit drei der letzten vier Auswärtsspiele verloren. Ist die neue Schwäche von RB der Schlüssel im Aufstiegskampf und der relevante Faktor im Duell um die Schale? Zwar ist RB mit einer 8-3-3-Bilanz immer noch das beste Zweitligateam in der Fremde,  wer aber mit einem Rekord-Kader (Marktwert laut transfermarkt.de rund 39,5 Millionen Euro) antritt, muss sich auch auswärts mit den Stärksten messen. In St. Pauli (0:1) ging das schief, in Freiburg (1:2) ebenso. Und nun auch beim FCN. Zwischenzeitlich gab es ein 1:0 in Paderborn, wo aber RB auch lange nicht das Geschehen dominierte. Am Montag nun (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) konnte der SC Freiburg mit einem Sieg im badischen Duell gegen den Karlsruher SC sogar an RB vorbeiziehen. Vor dem Spiel hatte das Team von Christian Streich ein um zehn Punkte besseres Torverhältnis wie die Sachsen. Das kann auf Sicht ein entscheidender Faktor sein. Zumal in Sachen Tordifferenz auch die Nürnberger vier Zähler besser sind als die Rangnick-Elf. Die kommenden Auswärtsaufgaben in Düsseldorf, Kaiserslautern und Duisburg (das am letzten Spieltag längst mit zwei Beinen  in der 3. Liga sein könnte) scheinen zwar lösbar, der FCK hat aber das Hinspiel in Leipzig mit 2:0 gewonnen und auch Funkels Düsseldorfer werden hart kämpfen. Zuhause spielt man noch gegen Bochum, Sandhausen, Bielefeld und den KSC - jeweils als klarer Favorit. „Wir haben noch alles in der eigenen Hand“, sagte Leipzigs Davie Selke im Anschluss an die Partie in Nürnberg, der die Gäste dort vor 40.860 Zuschauern in der 52. Minute in Führung gebracht hatte. „Wir haben in dieser Saison schon oft genug gezeigt, dass wir nach Niederlagen zurück kommen können“, unterstrich der Stürmer bei Sky.     
 
Freiburg muss sich zeigen 
Auch Freiburg hat zwischenzeitlich Punkte verschenkt, vor den jüngsten drei Heimsiegen gab es ein unnötiges 1:2 gegen Abstiegskandidat Düsseldorf. Ob Freiburg letztlich ganz oben landet, wird ebenfalls auswärts entschieden. Zwar hat man auch hier einen Lauf und die letzten drei Spiele gewonnen, aber in Fürth, Braunschweig und Paderborn wird es keine Geschenke geben. Am letzten Spieltag in der „Alten Försterei“ bei den heimstarken Unionern erst recht nicht. Zuhause hat man noch St. Pauli, Duisburg und Heidenheim vor der Brust. 
 
Nervenstärke zählt
Nürnberg drehte gegen Leipzig innerhalb von fünf Minuten das Spiel, bleibt als einziges Team zuhause ungeschlagen (9-5-0). Auch gegen die kommenden Kontrahenten Duisburg, Union und St. Pauli geht dort was. Beweisen muss man sich beim FSV Frankfurt, beim KSC und schließlich in Braunschweig und Paderborn. Fünf Siege aus den letzten sechs Auswärtsspielen machen aber auch hier Hoffnung.  Das Titelrennen wird erst ganz zum Schluss entschieden - nervenstärker als Leipzig sind derzeit Freiburg und der FCN. 
 
 

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