Langzeitwette

Kann Vettel das silberne Regime stürzen?
Vettel (l.) und Hamilton liefern sich einen erbitterten Zweikampf
 
Der Saisonauftakt vor zwei Wochen in Australien hatte es in sich und bot alles, was das Herz der Formel1-Fans höher schlagen lässt. Auf eines hätten alle Sportfans aber gerne verzichtet: Den Horror-Crash von Fernando Alonso. In Runde siebzehn fuhr der Spanier auf Gutierrez auf und überschlug sich gleich mehrfach.
 
Sein McLaren war komplett zerstört, aber Alonso konnte aus eigener Kraft aussteigen und signalisierte, dass alles O.K. ist. Ansonsten verlief alles nach Plan: Viele rasante Überholmanöver, taktische Strategien, Feuer in einem Ferrari und einen silbernen Doppelsieg. Nico Rosberg setzte seine Siegesserie aus dem Jahr 2015 fort und stand saisonübergreifend zum vierten Mal ganz oben auf dem Podest. Der aktuelle Weltmeister Lewis Hamilton rettete nach einem fatalen Start und einem turbulenten Rennverlauf immerhin noch Platz zwei ins Ziel. Am Anschluss kam es zum üblichen Zwist im Mercedes-Lager, denn Hamilton unterstellte Rosberg ihn berührt zu haben und sich unsportlich verhalten zu haben. Auf Rang drei kam Sebastian Vettel ins Ziel. der Deutsche lag lange auf Siegeskurs, aber eine falsche Strategie und ein später Verbremser machte ihm einen Strich durch die Rechnung.
 
Wie nah ist Ferrari dran?
Viele Experten rieben sich in Melbourne verwundert die Augen, denn niemand hätte gedacht, dass die Scuderia den Silberpfeilen so einheizen konnte. Vergleicht man die Abstände in Australien 2015 und zuletzt, konnte Ferrari deutlich zulegen. Mit der richtigen Tatik wäre zum Start sicherlich mehr drin gewesen. Allerdings könnte sich das Blatt am kommenden Wochenende in Bahrain bereits wenden. 
 
Komplizierter Grand Prix
Nico Rosberg hat vor dem Kurs in Sakhir enormen Respekt „jede Runde können sich die Bremspunkte ändern, weil irgendein Windstoß Sand auf die Ideallinie geweht hat. Da muss man höllisch aufpassen, damit man sich nicht verbremst“. Und in der Tat hat es das kommende Rennen in sich. Die Strecke liegt weitestgehend ungeschützt in der Sachir-Wüste, was gleich zwei Nachteile mit sich bringt: Der Kurs ist extrem schmutzig und sehr wetteranfällig. Regen brauchen die Fahrer nicht zu fürchten, aber Sandstürme. Hier liegt die Chance von Ferrari. Eine schmutzige Strecke führt zu weniger Grip und damit zu einem höheren Reifenverschleiß. Weiterhin kommt die extrem hohe Asphalttemperatur (55 Grad) hinzu.
 
In den vergangenen Jahren waren Reifen- und Bremsverschleiß immer ein Schwachpunkt der Silberbeile. 2004 feierte die Formel 1 ihr Debüt auf der arabischen Halbinsel. Der Kurs ist 5.412 Meter lang und die Piloten müssen 57 Runden absolvieren, was einer Gesamtdistanz von 308,238 Kilometern entspricht. Der Vollgas-Anteil liegt bei ordentlichen 47% und der Topspeed bei knapp 340 km/h. 2015 konnte Lewis Hamilton hier triumphieren. Ab dem dritten freien Training war der Brite nicht mehr aufzuhalten, die schnellste Rennrunde legte aber Ferrari-Pilot Kimi Räikkönenen mit einer Zeit von 1.36,311 Minuten (42. Runde) hin. Sowohl Lewis Hamilton, als auch Sebastian Vettel und Felipe Massa konnten in Sakhir zweimal gewinnen. Fernando Alonso ist aber mit drei Erfolgen der Rekordsieger in der Wüste. In der Kategorie schnellste Runden liegen Nico Rosberg und Sebastian Vettel mit jeweils zwei Titeln in Führung. In Bahrain ist vieles möglich und Ferrari präsentierte sich stärker als erwartet: Vettel gewinnt! 
 
 
 

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