Sportwetten: Vom Hobby zum Beruf

 
tippmit-Leser Dirk Raczkowski (29) hat vor einem Jahr noch seinen erlernten Beruf als Steuerfachangestellter ausgeübt. Im Mai 2016 befragten wir den leidenschaftlichen Sportwetter über seine zeitintensive Arbeit als Facebook-Admin seiner eigenen Sportwetten-Gruppen. Dies betreibt er jetzt als Fulltime-Job. Und erläutert hier seine Sicht des Sportwetten-Themas.  
 
tippmit: Dirk, was hat sich seit unserem Interview im vergangenen Mai getan? Wie lief dein restliches Jahr 2016? 
 
Seit dem Interview in der tippmit hat sich einiges getan. Die Mitgliederzahlen meiner kostenlosen Gruppe sind innerhalb eines Monats um ca. 30% gestiegen, viele Leute haben mir geschrieben. Leider kam es wie es kommen musste und es trat zunächst der berühmte Vorführ-Effekt ein. Der Sommer hat die Premium group kalt erwischt und wir hatten unter dem Strich wenige Erfolge zu feiern. Vier Minus-Monate in Folge waren die Konsequenz, seit Mitte Oktober schreiben wir endlich wieder (konstant) schwarze Zahlen.
 
tippmit: Die größte Veränderung ist wohl Dein Schritt zum hauptberuflichen Sportwetten-Experten. Wie kam es dazu?  
 
Es gab in meinem Arbeitsverhältnis eine unerwartete Wendung, die mich einerseits verärgerte und andererseits ins Grübeln brachte. Fortan verteilte ich meine Prioritäten um und reduzierte meine Arbeitszeit. Meine neu gewonnene Zeit habe ich in meine Gruppen investiert, was sich auch direkt auf mehreren Ebenen positiv bemerkbar machte. Ich konnte tiefgründiger und intensiver analysieren, mehr Inhalte in der kostenlosen Gruppe posten und somit viele neue Interessenten ansprechen, was sich wiederum in den Mitgliedszahlen der kostenpflichtigen Premium group niedergeschlagen hat.  Das war auch der Zeitpunkt zu dem sich das Blatt in der Premium group zu wenden begann und der Erfolg zurückkehrte. Das und einige weitere Überlegungen führten dann letztendlich zu dem Schritt, meinen Service hauptberuflich betreiben zu wollen. Ich erstellte kurzerhand einen Finanzplan, überlegte was die Einnahmen für das Jahr 2017 im worst case seien und kam zu dem Entschluss, dass ich es wagen möchte. Das Risiko ist meinerseits ohnehin sehr gering, da ich keinen Kapitaleinsatz habe und für den Fall eines Scheiterns jederzeit in meinen alten Job als Steuerfachangestellter zurückkehren könnte.
 
tippmit: Inwiefern hat sich Deine Arbeit seit dem Jahreswechsel und der damit einhergehenden Vollzeitbeschäftigung mit Deiner Dienstleistung verändert?  
 
Vor allem habe ich die neu gewonnene Zeit genutzt, meine Analysen zu verfeinern, neue Quellen zu erforschen, mehr Zeit in die kostenlose Gruppe zu investieren, mehr Spiele live zu verfolgen, diese Erkenntnisse in meine Analysen einfließen zu lassen und noch mehr Zeit in die Mitgliederbetreuung zu investieren. Es ist zwar noch zu kurzfristig, um zu sagen, dass es ausschließlich daran liegt, aber seitdem ich meine Arbeitszeit damals reduziert habe und es nun sogar hauptberuflich betreibe, war jeder Monat ein Erfolg und die Mitgliederzahlen  waren nie stabiler. Weiterhin habe ich aus einigen Fehlern des vergangenen Sommers gelernt und bin ich meinem Spiel sicherer als je zuvor. Ich fühle mich nun wesentlich wohler in meiner Rolle und werde nicht mehr so schnell nervös wie früher. Sicher wird auch hier und da mal wieder ein negativer Monat dabei sein, im Jahr 2017 sind wir aber bereits mit einem sehr soliden Polster von über 50 Einheiten Plus gestartet. Das bedeutet, dass man sein Startkapital um etwas mehr als 50% aufstocken konnte, wenn man alle Tipps, wie vorgegeben, nachgespielt hat. Und das wohlgemerkt mit einem durchschnittlichen Einsatz von geringfügig mehr als 2 Einheiten pro abgegebener Wette. Durch die verhältnismäßig geringen Einsätze verringern wir das Risiko zu schnell zu viele Einheiten aufs Spiel zu setzen und diese gegebenenfalls zu verlieren.
 
tippmit: Wie entwickelt sich deine Community?
 
Ich bin sehr zufrieden mit der Entwicklung der Mitgliederzahlen. Nach unserem ersten Interview letztes Jahr sind die Mitgliederzahlen von sports betting no. 7 von ca. 2.200 auf ca. 2.800 gestiegen. Später habe ich zwei gezielte Werbungen in anderen Facebook-Gruppen geschaltet und konnte somit die Mitgliederzahlen erneut steigern. Im Monat Dezember kam dann ein riesiger Sprung auf über 5.000 Mitglieder. Im Rahmen eines täglichen Adventskalenders, in dem ich Preise im vierstelligen Eurobereich verteilt habe, haben viele Mitglieder Freunde und Bekannte in die Gruppe eingeladen, was zu einer verhältnismäßigen Explosion der Mitgliederzahl führte. In Kürze sollte ich die 6.000er Marke durchbrechen.
 
tippmit: Wie sieht Deine Arbeit jetzt aus? Bist du den ganzen Tag am analysieren?
 
Vor allem lässt sich sagen, dass mein Schlafrhythmus – auch wenn er diese Bezeichnung aktuell nicht verdient hat – komplett aus den Fugen geraten ist (lacht). Gerade im Januar, zur Zeit der Australian Open, war ich nicht selten bis acht oder neun Uhr morgens wach und habe dann bis nachmittags geschlafen. 
Mein Alltag ist ein Mix aus dem regelmäßigen Schauen von Sportveranstaltungen (Fußball, Tennis, NHL und NBA), dem Zusammentragen von Informationen aus dem Internet und darauf basierend dem Auswahlverfahren der zu postenden Spiele des Tages. Sofern ein Tipp sowohl meinen Kopf als auch meinen Bauch überzeugt und ich Value in diesem Tipp sehe, teile ich ihn mit meiner Community.
 
tippmit: Was entgegnest Du den Leuten, die der Meinung sind, dass es Unsinn sei einen monatlichen Beitrag für eine solche Dienstleistung zu entrichten?
 
In meiner Gruppe ist das glücklicherweise kein Thema aber wie sagt man so schön: „Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus.“
Ich lebe einen offenen und ehrlichen Umgang in Sachen Sportwetten vor, da ich der Meinung bin, dass ehrlich immer noch am längsten währt. Hätten die Leute das Gefühl, dass ich sie über den Tisch ziehen möchte oder nicht ehrlich sei, würden sie auch nicht lange in meiner Gruppe bleiben. Man hört leider extrem viel Negatives von Mitgliedern, die früher in anderen Gruppen unterwegs waren und dort die abenteuerlichsten Erfahrungen gemacht haben, da kann man einfach nur mit dem Kopf schütteln. Ich sage immer, ich kann zwar keine Gewinne versprechen (wer das tut, ist schlichtweg unseriös, es ist immer noch ein Glücksspiel) aber ich kann versprechen, dass es in meiner Gruppe ehrlich, authentisch und unterhaltsam zugeht, dass die Mitglieder gut analysierte, nachvollziehbare Tipps  erhalten sowie einer sehr offenen, hilfsbereiten Community beitreten. Unabhängig vom Erfolg, lernen die Mitglieder meine Spielweise kennen, erweitern dadurch auch ihren eigenen Horizont und lernen rund um das Thema Sportwetten und Money Management hinzu. Generell finde ich es völlig in Ordnung, dass es diese kostenpflichtigen Services gibt. Immerhin kauft man sich mit diesen Beiträgen (hoffentlich) kompetente Leistungen ein und erspart sich dadurch mitunter das Investieren eigener Zeit, welche man ansonsten in die Analyse seiner Tipps stecken würde. Es ist eine ganz normale Dienstleistung und diese darf eben auch vergütet werden. Bei Börsenbriefen verhält es sich doch ganz ähnlich und die sind durchaus anerkannt und vor allem mitunter sehr teuer. Und bei Aktien kann ebenfalls keiner genau vorhersagen wie sich welcher Kurs entwickeln wird. Das sind auch nur Empfehlungen, basierend auf persönlicher Analyse und Meinungen einzelner Personen. 
 
tippmit: Du erhältst in Kürze deine eigene wiederkehrende Rubrik auf unserer Internetseite und unserer Facebook-Seite. Was dürfen die Leser erwarten?
 
Ich freue mich sehr, regelmäßig Eindrücke, Hilfestellungen und Tipps mit ihnen teilen zu dürfen und hoffe, dass die Rubrik gut angenommen wird. Die Community darf also gespannt sein, was dieses Jahr noch folgen wird.
 

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