Wettstrategien

Ihr erstes eigenes Wett-Modell - Teil 1

Ihr erstes eigenes Wett-Modell - Teil 1
Ihr erstes eigenes Wett-Modell - Teil 1

Nun, da die europäischen Ligen bereits mehr als ein Viertel der Saisonspiele absolviert haben, reiben sich die statistikaffinen Wetter die Hände. Mit jedem Spieltag verbessert sich die Datenlage und die tatsächlichen Stärken und Schwächen der verschiedenen Teams lassen sich besser ablesen. In den kommenden Wochen wollen wir Ihnen in dieser Rubrik vermitteln, wie man Daten und Fakten aber auch Vermutungen und Form nutzen kann, um sich selbst ein Wettmodell zu bauen. Dabei lassen wir sogar ein Hintertürchen für Instinkt bzw. Bauchgefühl offen.

Objektive Ausgangslage

Grundsätzlich wollen wir uns jedoch auf objektive Daten verlassen. Für ein solches datenbasiertes Modell brauchen wir zunächst eine Hypothese und einen Basisdatensatz. Hypothesen können vielfältig sein: manche glauben zum Beispiel, dass der Saisonetat einer Bundesligamannschaft direkt mit deren Leistungsfähigkeit zusammenhängt. Es gibt aber zum Beispiel auch eine Untersuchung über Nationalmannschaften, die belegt, dass deren Stärke von der Anzahl der im jeweiligen Land lebenden Menschen, dem Bruttoinlandsprodukt und der bisherigen Anzahl an Länderspielen abhängt. Ihr Modell können Sie auf jede beliebige Datenbasis bauen. Sei es die Summe an Spielergehältern, die Erfahrung in Ligaspielen, die Leistung in der Vorsaison oder unabhängige Rankings, wie Beispielsweise das Castrol Edge Spielerranking der FIFA.

Mehrfaktorielle Basis

Natürlich ist es auch möglich mehrere Faktoren zu berücksichtigen. Ein Beispiel: Sie sind der Meinung, dass die Erfahrung in Bundesligaspielen der wichtigste Faktor für die Stärke eines Teams ist, außerdem zu gleichen Teilen der Transfermarkt-Wert des Kaders und die Erfolgsquote des Trainers. Nun bildet man aus jedem dieser Faktoren eine eigene Ligatabelle und erhält für jeden Verein drei Tabellenpositionen: für Erfahrung, Transfermarkt-Wert und Trainererfolg. Möchte man diese Faktoren gleichmäßig gewichten, addiert man die Tabellenwerte pro Team und teilt diese durch drei. Sind Sie der Meinung, dass die Erfahrung wichtiger ist, können Sie diesen Tabellenwert auch doppelt mit einbeziehen und teilen Ihr Endergebnis durch vier. Dann wäre die Gewichtung auf die Erfahrung bei 50%, die beiden anderen Faktoren würden mit 25% Bedeutung einfließen. Dies wäre eine sehr einfache Möglichkeit für eine Basistabelle. Sollten Sie jedoch sehr große Abstände bei den einzelnen Faktoren sehen – zum Beispiel ist der Transfermarktwert der Bayern ein vielfaches dessen von Darmstadt – könnte man durch mathematische Verfahren eine Stärketabelle auch anders berechnen. Dies werden wir in der kommenden Woche vertiefen. Bis dahin bleibt Ihnen die Gelegenheit festzulegen, welche Faktoren Sie in den Basiswert Ihres persönlichen Wettmodells einfließen lassen   oder welche Ideen Sie testen wollen.

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