Wettstrategien

Livewetten in dynamischen Sportarten

Livewetten in dynamischen Sportarten
Superstar Dirk Nowitzki

Sie wetten gern live? Absolut verständlich, der Nervenkitzel von Livewetten ist unübertroffen. Aber wussten Sie auch, dass sich einige Sportarten wegen ihrer Dynamik besonders gut für Livewetten eignen?

Fußball und Eishockey stehen in Deutschland auf den Karten der Wetter ganz weit oben. In beiden Sportarten sind Tore jedoch rar und bisweilen spielentscheidend. Für Livewetten eignen sich jedoch jene Sportarten besonders, in denen viele Chancen auf Punkte entstehen, beziehungsweise generell viel gepunktet wird. Tennis, mit seinem System aus Punkten, Spielen und Sätzen ist ein Beispiel, Basketball mit 100-250 Punkten pro Partie ein weiteres.

Um zu verstehen, wieso diese Sportarten sich so gut für Livewetten eignen, muss man die Quotenveränderungen während des Spiels betrachten. Im Fußball passiert lange Zeit relativ wenig. Je länger es 0:0 steht, desto höher steigen die Quoten für viele Tore und desto niedriger fällt die Quote auf das Remis. Doch gerade in den ersten 30 Minuten sind diese Änderungen nur marginal. Beim Tennis hingegen verändert jeder Ballwechsel, jeder einzelne Punktgewinn die Siegquote auf die beiden Kontrahenten. Ein gewonnenes Aufschlagspiel kann schon zu Spielbeginn die erste Nachkommastelle verändern. Bei einer Wette von 100€ macht das also mitunter schon 10€ aus. Ein gewonnenes Break verändert die Quote noch drastischer. Sicherheitsbedachte Tipper können durch die Quotenschwankungen auch Surebets basteln, also Wetten, die auf entgegengesetzte Ereignisse gehen (beide Spieler als Sieger) und dennoch Quoten von über 2,0 auf beide Seiten erhalten.

Doppelt gewinnen

Auch beim Basketball ist dies leicht möglich – und sogar mehr. In der Nacht zu Montag beobachteten wir beispielsweise die Gesamtpunktquoten im Spiel der Sacramento Kings gegen die Toronto Raptors. Die Kings hatten wir mit einem gesunden Top-Duo Rondo/Cousins als Over-Tipp in unserer NBA-Vorschau gepriesen. Vor der Partie lag die Line für das over bei 207,5 Punkten. Im ersten Viertel fielen die Dreipunktewürfe zunächst nach Belieben und die Line in der Livewette pendelte zwischen 206 und 209 Punkten. Zwischen Minute fünf und neun kam es dann jedoch zu einer Durststrecke, in der nur fünf Punkte erzielt wurden. Die Buchmacher reagierten kontinuierlich und boten zwischendurch Lines von 197,5 Punkten an – zehn Punkte weniger als noch vor Spielbeginn und das nach wenigen Spielminuten. Livewetter konnten hier das Over zu deutlich besseren Konditionen abgreifen. Nach einer wilden Phase mit zwei High-Score-Vierteln dann verkehrte Welt: Nach 161 Punkten in den ersten drei Vierteln konnte man das under zu Lines von 213,5 bekommen. Wer das gesamte Spiel am Ball blieb, konnte nun also seine ursprüngliche Wette absichern und schuf sich ein Fenster von 197,5 bis 213,5 Gesamtpunkten, in denen sogar beide Wetten treffen konnten. Genau das Traf auch ein: die Kings siegten mit 107:101. Nicht immer ergeben sich diese Chancen, doch in dynamischen Sportarten sind profitable Quotenschwankungen Alltag.

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