Wettstrategien

Poisson-Verteilung bei Fussballwetten – Teil 1

Die Poisson-Verteilung – Teil 1
Die Poisson-Verteilung – Teil 1
Wie in unserem Printmagazin zuletzt angekündigt, wird es in diesem Artikel um die Poisson-Verteilung gehen. Es wird also theoretisch und es wird auch minimal mathematisch. Als Lohn verbessert die Kenntnis über solch ein Modell die Einschätzung bei Wetten. Kurzum: Sie werden erfolgreicher wetten. Der Umfang dieses Thema bedingt eine Aufteilung auf drei Wochen. In dieser Woche werden Sie mit den notwendigen Vorkenntnissen versorgt, in der kommenden Woche wird dann die Poisson-Verteilung auf den ersten Bundesligaspieltag angewandt.

Mathematisches Konzept

Die Poisson-Verteilung ist ein mathematisches Konzept, mit dem anhand von historischen Durchschnittswerten die Wahrscheinlichkeit bestimmter Ergebnisse ermittelt werden kann. Durchschnittswerte nutzen wir bei Wetten gern: die Anzahl der Tore pro Spiel, die Anzahl der Punkte pro Saison, die Anzahl der Torschüsse pro Tor – die meisten relevanten Daten finden Sie wöchentlich in tippmit. Durch eine Poisson-Verteilung kann man daraus ermitteln, wie oft bestimmte Ereignisse eintreffen sollten. Das heißt, wie oft Team A, das 1,7 Tore pro Spiel erzielt, nicht trifft, nur einmal trifft und so weiter.  Die genaue Kenntnis der mathematischen Hintergründe sind zur Nutzung der Poisson-Verteilung gar nicht zwingend erforderlich. Sie würden auch den Rahmen dieser Rubrik sprengen. Eine kurze Internet-Suche führt zu so genannten „Poisson-Rechnern“, die man mit seinen Daten füttern kann und schließlich prozentuale Normalverteilungen erhält. Doch welche Daten sind relevant?

Zeitrahmen

Wichtig ist zunächst der Zeitrahmen der Daten, die man berücksichtigen will. Der Zeitraum muss so gewählt werden, dass genügend Daten vorliegen, aber nur repräsentative. Für das Spiel der Saison 2015/16 ist es unerheblich, wie die Vorväter einst spielten. Auch wenn sie dieselben Wappen auf der Brust trugen. Es bietet sich an, alle Daten der Saison 2014/15 zu verwenden. Für obiges Beispiel, die Menge an Toren pro Spiel, benötigen wir zunächst alle durchschnittlichen Tore aller Teams pro Heim- und Gastspiel, um einen Durchschnittswert an Heim- und Auswärtstoren für die Liga zu bekommen. Genauso verfahren wir mit den Gegentoren, denn auch die Abwehrstärke ist relevant.

Statistiken

Hat man all diese Werte als Ligadurchschnitt, kann man diese verwenden, um einzelne Partien zu berechnen. Dafür bestimmt man zunächst die Angriffsstärke von Team A, der Heimmannschaft. Dazu teilt man den Durchschnittswert der Heimtore von Team A durch den Ligaschnitt. Außerdem berechnet man die Abwehrstärke der Gastmannschaft: man teilt die durchschnittlichen Auswärtsgegentore durch die Auswärtsgegentore im Ligadurchschnitt. Mit diesen Werten kann man nun die erwarteten Tore der Heimmannschaft berechnen (und umgekehrt natürlich die der Auswärtsmannschaft). Dazu multipliziert man die Angriffsstärke von Team A mit der Abwehrstärke von Team B und dem Ligadurchschnitt an erzielten Heimtoren. Berechnet man die erwartete Tormenge für beide Teams, hat man alle notwendigen Schritte zur Anwendung der Poisson-Verteilung getroffen. Diese wird in der kommenden Woche mit einigen Beispielen angewandt.

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