Wettstrategien

Machen Sie die Quoten selbst!

Die Champions League ist gerade im Herbst mit einer Menge an Spielen unter der Woche stets eine schöne Wettoption. Doch gerade in der Gruppenphase sind die echten Kräfteverhältnisse nur schwer zu bestimmen.
 
Wenn beispielsweise europaweit bekannte Teams wie die Bayern gegen eher unbekannte Teilnehmer wie Dinamo Zagreb antreten. Die Bundesliga gewinnen ist sicherlich ein größerer Erfolg, als die kroatische HNL zu gewinnen. Und genau hier könnte der Schlüssel liegen: das Herkunftsland des Teilnehmers als Indikator für dessen Stärke.
 

Vier Top-Nationen

Seit 2005 haben Mannschaften aus 52 Ländern an der Champions League teilgenommen, die Gruppenteilnehmer kamen noch aus 29 Ländern. Nur 15 Länder stellten Teams, die die KO-Phase erreichten und lediglich Mannschaften aus Spanien, England, Deutschland und Italien nahmen an Endspielen teil. Doch auch in der absoluten Spitze gibt es einiges an Bewegung: dominierten in den 0er Jahren noch englische Mannschaften, sind seit 2010 vor allem spanische und deutsche Teams im Finale der Königsklasse vertreten.
 

Quoten bauen

In Ermangelung anderer Möglichkeiten, muss man sich als Sportwetter in der Gruppenphase seine eigenen Quoten bauen. Geht man davon aus, dass Teams aus einem Land international etwa ähnlich abschneiden, kann man deren durchschnittliche Tor- und Gegentorzahl zur Berechnung der Mannschaftsstärke zu Rate ziehen. So erzielten Teams aus den Niederlanden in den letzten 50 Partien im Schnitt 1,1 Tore pro Spiel, kassierten 1,72 Gegentreffer. Englische Mannschaften trafen im Schnitt zwei Mal und kassierten knapp ein Gegentor pro Spiel. Mit etwas Zählarbeit kann man sich also die nötigen Daten zusammensuchen und diese auch für eine Poisson-Verteilung nutzen, wie sie in tippmit vorgestellt wurde. Anhand dieser Durchschnittszahlen kann man eine Ergebniserwartung und so auch eigene Wettquoten ermitteln.
 

Nationale Ausreißer

Zudem sollte beachtet werden, ob die Mannschaft wirklich ein typischer Landesvertreter ist. So sticht Paris St. Germain aus dem gros der französischen Teams hervor und der Bundesligavierte ist in der Regel schwächer als der Durchschnitt aller Bundesligamannschaften. Ähnliches gilt für den Vierten aus der Premier League, der im Schnitt 10% weniger Tore erzielt und 14% mehr Gegentreffer kassiert, als der Durchschnitt aller Premier-League-Teams. Mannschaften, deren Kader beispielsweise durch einen großen Investor enorm aufgebessert wurden, können den Durchschnitt ihres Landes deutlich übertreffen. Der FC Valencia könnte sich zu solch einem Fall aufschwingen und als Vierter der Primera División mit frischem Geld aus Singapur für Furore sorgen.

 

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