Wettstrategien

Timing und Bookie-Auswahl entscheidend

Timing und Bookie-Auswahl entscheidend
Timing und Bookie-Auswahl entscheidend

Immer wieder predigen wir in dieser Rubrik den Vergleich von Buchmachern und die Bedeutung des Timings beim Abschluss von Wetten. Die Bookies haben zu Saisonbeginn einen schweren Job und sind deshalb verwundbar.

Niemand weiß, wie viel die Ergebnisse aus Testspielen wirklich wert sind, ob die Euphorie eines Trainers echt ist oder wie die Neuzugänge einschlagen. Die Quoten sind labil, verändern sich auch in den Tagen vor der Partie bisweilen deutlich. Um den Predigten Gewicht zu verleihen, haben wir den Quotenverlauf und die Gewinnvarianz aus der Rubrik 5mal5 unter die Lupe genommen – mit erstaunlichen Ergebnissen! Redakteur Norbert Plützer traf in den Kalenderwochen (2014) 29 und 30 neun von zehn Tipps. Grund genug, ihm auf seinem Run zu folgen. Und tatsächlich: Plützer traf auch in dieser Woche 80% seiner Tipps. Lille, Elfsborg, Heidenheim und der FC Zürich waren seine Treffer.

 

Große Varianz

Der französische Vertreter Lille war bei einem großen deutschen Wettanbieter bei Eröffnung des Marktes am 24. Juli mit 2,4 quotiert. Wer sich bis zum 26. geduldete, konnte diesen Tipp in der Quali zur Königsklasse für Quoten um 2,5 verhaften. In der Woche vor der Partie kam dann richtig Fahrt in die Line, als sich viele Wetter für das französische Team entschieden und die Quote mancherorts auf unter 2,1 herunterwetteten. Bei anderen Buchmachern gab es zum gleichen Zeitpunkt immerhin eine 2,4er Quote auf den Sieg von Lille. Auch bei seinem Tipp auf Heidenheim in der 2. Bundesliga war der finanzielle Erfolg des Redakteurs stark von Zeitpunkt und Buchmacher abhängig. Im Juni hätte man bei einem weiteren großen Buchmacher noch eine 2,4 für den Sieg Heidenheims bekommen. Im Verlauf der Vorbereitung sank die Quote auf 1,95 ab. Kurz vor Anpfiff kam noch einmal Geld auf die Gegenseite und pushte Heidenheims Quote auf 2,0. Keine ungewöhnliche Bewegung einer Line: Das meiste Geld wird in den 30 Minuten vor Anpfiff einer Partie gesetzt.

 

Timing essenziell

Vergleicht man bei einem zufällig ausgewählten Buchmacher den besten und schlechtesten Zeitpunkt für die vier getroffenen Wetten, ergeben sich völlig unterschiedliche Auszahlungssummen. Hätte Plützer jeweils 100 Euro auf seine fünf Partien gesetzt und diese immer zum quotengünstigsten Zeitpunkt, hätte er 740€ verdient. Mit schlechtem Timing bei demselben Buchmacher wären nur 625€ für den Redakteur herausgesprungen.

 

Buchmacher klug wählen

Viele Leute beschäftigen sich verständlicherweise nicht Monate vor Anpfiff mit einer Partie. Doch auch am Tag des Wettereignisses ist die Quotenvarianz von Buchmacher zu Buchmacher gewaltig. Bei einem Vergleich zahlreicher Quoten zum Zeitpunkt kurz vor Anpfiff kamen wir zu folgendem Resultat: hätte man die Partien jeweils beim ungünstigsten Buchmacher (diese sind keineswegs immer dieselben) platziert, wären am Ende 592€ herausgesprungen. Die richtige Buchmacherauswahl hätte zum gleichen Zeitpunkt 675€ gebracht. Nun haben Sie es schwarz auf weiß: wer die gleichen Tipps zur richtigen Zeit gespielt hat, wurde nach unserer Rechnung um 148€ reicher als derjenige, der kurz vor Anpfiff den falschen Anbieter wählte. Wann der richtige Zeitpunkt ist, weiß niemand. Die Buchmacher können Sie jedoch mit ein paar Mausklicks jederzeit vergleichen. Es geht hierbei nicht um ein paar Cent sondern um zweistellige Prozentzahlen, die letztlich über Gewinn oder Verlust entscheiden.

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