Wettstrategien

Visionen, Rollenspiele und Szenarien

Visionen, Rollenspiele und Szenarien
Visionen, Rollenspiele und Szenarien
 
In dieser Woche wollen wir Sie in der Strategie-Sektion in die Welt der Rollenspieler entführen. Es wird nicht um Zwergen und Zauberer gehen, viel mehr um eine Verbesserung Ihrer Prognose-Fähigkeiten. Zu diesem Zwecke wollen wir zwei Möglichkeiten vorstellen, wie sie Rollenspiele bzw. Szenarien zu Ihrem Wettvorteil nutzen können.
 

Vortippen

Variante 1 benötigt nichts weiter als einen Spielplan und einen Stift. Tippen Sie die Partien ihrer vornehmlichen Wett-Liga für vier Wochen im voraus. Nach jedem Spieltag verfahren Sie wieder genau so, ohne jedoch auf ihre Tipps der Vorwoche zu blicken. Ziel dieser Übung ist es, dass frische Eindrücke über die Form eines Teams besser ausgeglichen werden. Der couragierte Auftritt des 1. FC Köln lässt Sie glauben, dass nun am kommenden Wochenende auch ein Dreier drin ist? Das hätten Sie in den letzten Wochen vielleicht noch anders gesehen. Formausreißer, positiv oder negativ, führen schnell in die Irre. Wenn Sie zu jedem Spiel aber bereits ihre Tipps aus den Vorwochen notiert haben, ist die Gefahr geringer, von einem außergewöhnlichen Spiel getäuscht zu werden.
 

Durchspielen

Variante 2 ist schon etwas kurzfristiger. Hier geht es darum, mögliche Spielverläufe abzuschätzen und so Szenarien durchzuspielen. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: am kommenden Freitag spielt der FSV Mainz 05 in Freiburg zu einem echten Kellerduell. Die Teams liegen zwei Punkte getrennt in der Tabelle auf den Plätzen 13 und 14. Der Relegationsplatz ist nur zwei Zähler entfernt. Ein zögerlicher Beginn wäre logisch, denn mit einem Remis könnten beide deutlich besser leben als mit einer Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten. Mit zwölf Toren in der ersten Halbzeit ist Freiburg ohnehin nicht sonderlich aggressiv. Mainz hingegen traf 17 Mal vor der Pause, ging aber zuletzt gegen Wolfsburg in Führung. Doch nun kommen die „Was wäre wenn“-Spiele: Freiburg geht in den ersten 30 Minuten in Führung. Zu Hause erzielte Freiburg immerhin sechs Mal den ersten Treffer. Wie reagiert Mainz? Zehn Mal lagen die Rheinhessen mit 0:1 hinten, holten anschließend noch einen Sieg und drei Remis – eine mittelmäßige Ausbeute. Nach elf Führungen verlor Freiburg zudem nie, spielte aber sechs Mal nur remis. Nach Führung des SC fielen im Schnitt noch 2,55 Treffer. Lag Mainz mit 0:1 hinten, gab es anschließend sogar noch mehr als drei Tore im Schnitt. Offensivgeist wäre also eine typische Konsequenz. Doch es gibt noch viele weitere Möglichkeiten: Was passiert bei Mainzer Führung? Was, wenn es torlos in die Kabine geht? Nicht nur für Livewetter sind solche Szenarien interessant, schon vor Spielbeginn kann man verschiedene Verläufe durchspielen und seine Wette so ausfeilen.

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