Wettstrategien

Wie sich Wetten zum Saisonende wandeln

Wie sich Wetten zum Saisonende wandeln
Wie sich Wetten zum Saisonende wandeln

Europas Ligen sind auf der Zielgeraden und für viele Teams geht es nun nicht mehr um viel. Die Motivation bei abstiegsbedrohten Teams und Mannschaften im Kampf um europäische Tickets hingegen ist groß. Sind Spielausgänge zum Saisonende daher unberechenbar?

Motivation ein Faktor?

Die Frage der Motivation ist schwer zu klären. Ein Spiel dauert 90 Minuten und jeder schwache Auftritt kann als unmotiviertes Gekicke gesehen werden, obwohl es nur die normale Varianz im Saisonverlauf ist, quasi ein schwacher Tag. Bei einer Analyse der Premier League (die wegen der 38 Saisonspiele noch etwas mehr Datenmenge liefert als die Bundesliga) zeigen sich Unterschiede zwischen dem Monat Mai und den sonstigen neun Saisonmonaten. Im Rückblick der zehn Saisons zwischen 2002 und 2013 gab es einen Anstieg der Torschusszahlen im Monat Mai um 5%. Es gab zudem 7% mehr Tore und 11% weniger Fouls. Letzteres belegt einen weniger kämpferischen Spielansatz der Teams, allerdings fließen in diese Berechnung natürlich auch Duelle z.B. im Abstiegskampf.

 

Topteams schwächeln

Ein Drittel der untersuchten Meisterschaften wurden durch zwei oder weniger Punkte entschieden. Die Plätze für die Champions League wurden in 50% der Fälle mit weniger als drei Punkten Differenz entschieden. Es gab also meist knappe Rennen an der Spitze. Seit der Saison 2002/2003 holten die Top-5-Teams im Schnitt 2,01 Punkte pro Spiel. In den letzten acht Saisonspielen hingegen fiel diese Zahl auf 1,95 Punkte pro Partie. Also werden die Topteams anscheinend auf der Zielgeraden minimal schwächer. Teams, die nach 30 Spielen auf einem der Abstiegsplätze stehen, steigerten hingegen ihre Punktausbeute von 0,8 auf knapp über einen Punkt pro Spiel.

 

Das X in Italien

In der italienischen Serie A ist die Entwicklung etwas anders. Im Schnitt endeten 28% aller Spiele in den Jahren 2002-2013 remis. In dieser Saison sind es sogar 33%. Interessanterweise bieten die Bookies zum Saisonende hin geringere Preise für Punkteteilungen in Italiens Topliga an, was eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Remise vermuten lässt. Und tatsächlich gab es in der Vergangenheit auf der Zielgeraden der Liga mehr Spiele ohne Sieger als in den ersten 30 Spielen. Zudem gab es auch mehr Außenseitersiege. In beiden Ligen sollten sich die Wetter die Außenseiter- und Over-Quoten ansehen. Die historischen Daten belegen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für Favoritenstolperer und sonstige Überraschungen. In der Serie A sind vor allem höher quotierte Unentschieden interessante Möglichkeiten. Allein an den letzten zwei Spieltagen gab es sieben Remis. Für Lazios Remis gegen Chievo oder Atalanta bei AS Rom gab es jeweils Quoten um 4,5.

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